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Sehenswürdigkeiten

Kirche St. Petrus und Paulus


Der Ort auf halbem Wege zwischen Spálený Mlýn (früher Mohorn-Mühle) und Pomezní Boudy (Grenzbauden) heißt heute U kostela (Bei der Kirche), aber sein ursprünglicher Name war Kegelplan, wohl in Anlehnung an die Form aufgestapelter Baumstämme. Zum Meilenstein für diesen Ort wurde das Jahr 1779, als hier der künftige österreichische Kaiser und König von Böhmen Joseph II. vorbei kam. Er versprach den Gebirglern, sich für den Bau einer Kirche, eines Friedhofes und einer Schule einzusetzen. Sein Versprechen hielt er. Die damals höchstgelegene Kirche von Böhmen (975 m ü. dM.) wurde anno 1791 dem heiligen Petrus und Paulus geweiht (heute nimmt sie den 4. Rang ein - hinter Kvilda, Boží Dar, St. Thomas bei Lipno). Im Jahre 1806 brannte die Holzkirche ab, aber kurze Zeit später wurde eine neue erbaut (1807). Heute finden hier das ganze Jahr über (außer im Winter) regelmäßig Gottesdienste statt. Gleich neben der Kirche duckt sich ein stiller kleiner Friedhof, der an die einstigen Einwohner des Ortes erinnert.


Volkstümliche Architektur – Šímovy chalupy (Simmaberg)


Sein einzigartiges Flair verdankt Malá Úpa vor allem seiner bewahrt gebliebenen Volksarchitektur. Die hoch über dem Löwengrund (Lví dùl) liegende Wiesenenklave Šímovy chalupy (Simmaberg) nimmt hierbei jedoch eine gewisse Ausnahmestellung ein. Das hiesige Ensemble gut bewahrter Berghütten ist nationales Kulturdenkmal und überdies lebendiges Zeugnis für das Leben unserer Vorfahren. Ein besonderes architektonisches Kleinod ist die sog. Kleinaupner Heubodengaube, die nur an einigen wenigen Häusern erhalten blieb. Zur Enklave Šímovy chalupy - Simmaberg gelangt man von Spálený Mlýn durch den Löwengrund (Lví dùl).


Hörnerschlitten - "Rohaèky"


Die Hörnerschlitten, einst unumgängliches Hilfsmittel in jeder Berghütte von Malá Úpa und dessen Umgebung, sind heute als historische Kuriosität Gegenstand lebhaften Interesses. Allgemein ist überliefert, dass dieses allseitig verwendbare und einfache Transportmittel schon Gendorf’s Holzhauern bekannt war und von ihnen verwendet wurde, die Herr Christoph im 16. Jahrhundert aus den Alpen in Riesengebirge berufen und hier angesiedelt hatte. Hörnerschlitten verwendete man zwar vor allem im Winter, aber gute Dienste leisteten sie auch im Sommer, z.B. bei der Heumahd an den schroffen Hängen. Der erste Bericht über eine rein touristische Schlittenfahrt in Malá Úpa stammt aus dem Jahre 1815. Die Schlittenbahn war 7 km lang und führte vom der Grenzbaude (Pomezní Boudy) zum Ausflugsgasthof Unter dem goldenen Stern (Pod Zlota Gwiazda) im damaligen Schmiedeberg (Kowary). Das Gaudi fand immer neue Anhänger. Im Jahre 1896 standen schon an die 3000 Hörnerschlitten und die gleiche Anzahl Zugpferde für die Rodeltouristen bereit. Die Hörnerschlittenfahrten gehörten genauso wie die Aufstiege zur Schneekoppe zu den größten Tourismusattraktionen des Riesengebirges.

In der Gegenwart erleben die Hörnerschlitten so etwas wie eine Renaissance. Größten Verdienst daran haben Enthusiasten aus dem polnischen Kowary und der tschechische Volksrodler Josef Tylš. Alljährlich wird nun in Malá Úpa Ende März ein Hörnerschlittenrennen ausgetragen.

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